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Orselina
Ganz und gar kein „Ort für Bären”!
Wenn man vom Lago Maggiore den Blick gegen die breite und wunderbare Hügellandschaft über der Gegend von Locarno richtet, entdeckt man, eingebettet zwischen Brione s/Minusio und Locarno-Monti ein Dorf, bestehend aus einer kleinen kompakten Gruppe von Häusern, angesiedelt rund um die Kirche die, übrigens hier nicht mitten im Dorf steht, sondern am Rande. Dazu viele schöne Häuser und Villen, die in kleinen Grüppchen auf den zahlreichen Terrassen liegen, aus denen Orselina besteht.
Das Dorf beginnt gleich oberhalb von Locarno und breitet sich bis zum San Bernardo aus, neben dem Monte Brè, am Fusse von Cardada, dem Hausberg von Locarno.
Im Gegensatz zu den Nachbarn, ist Orselina weniger eng zusammengebaut, weitläufiger, luftiger, sozusagen individualistischer. Man würde fast denken, dass der Dorfname der aus dem Mittelalter stammt und „Ort, Landschaft für Bären“ bedeutet, diese Siedlung geprägt hätte.
Wie die Bären selten in Rudeln leben, sondern Einzelgänger sind und über ein weites Territorium verfügen, wo sie sich frei und ohne Hindernisse bewegen können, so haben die fast 800 ständigen Dorfbewohner (ohne die Besitzer von Zweitwohnungen und Ferienhäusern, die Gäste in Hotels und Kurhäusern) ein weites Gebiet von 170 Hektaren zur Verfügung, auf viele Terrassen verteilt, die eben Orselina bilden und die sich bestens in diese Landschaft einfügen. Orselina, die „Grosszügige“, könnte man das Dorf auch nennen, denn es bietet allen Einwohnern ein traumhaftes Panorama in einer Umgebung, die von einem verliebten Gärtner entworfen sein könnte.
Die Flora ist bunt, üppig, von der Sonne verwöhnt, mit Blumen, Sträuchern und subtropischen Pflanzen und Bäumen, die jede Ecke schmücken.
Hinzu kommen die alten Wege, die heute zum Teil zu schönen Treppen umgebaut wurden, hinab und hinauf, Richtung Muralto, Locarno und die höher gelegenen Teile des Dorfes. Damit kann man jede Ecke dieser terrassenartigen Landschaft erreichen. Sie ist durch die frühere landwirtschaftliche Nutzung entstanden. Auf den alten Dorfbildern ist gut ersichtlich, dass Orselina schon früher zu einem grossen Teil aus Terrassen bestand, auf denen Reben, Obsthaine und Gemüsegärten angelegt waren.
Orselina verfügt über wenige, dafür gute Hotels, Altersheime und Kurhäuser, die weit über die Grenzen hinaus bekannt sind.
Im Gegensatz zur Streusiedlungsart und der weiten Fläche des Dorfes, ist die Freundschaft untereinander und der Zusammenhalt in der Bevölkerung gross. Diese werden auch durch die Aktivitäten der Pro Orselina, dem lokalen touristischen Verein, unterstützt und gepflegt. Das gesamte Jahr über organisiert er zahlreiche Anlässe, um die Wünsche der Einwohnerschaft auf vielfältige Art zufrieden zu stellen.
In Orselina leben, bedeutet, sich in einer Ortschaft zu integrieren, die behutsam und mit grossem Respekt die traumhafte Natur verwaltet. Hier ist die Ruhe zu Hause, eingebettet in einer Natur mit dem unverfälschten Duften dieser paradiesischen Ecke.
Um sich hinunter zu begeben, nach Locarno, dem Bahnhof, zu den Geschäften und Dienstleistungsangeboten der Stadt, braucht man nicht unbedingt den eigenen Wagen zu benutzen. Die Standseilbahn Locarno - Orselina ist eine praktische und ökologische Lösung. Die Bergstation liegt nur wenige Schritte von der Seilbahnstation nach Cardada-Cimetta, dem traumhaften Hausberg des Locarnese, entfernt. Nahe den Bahnen liegt die berühmte Basilika der Madonna del Sasso mit dem dazugehörenden Franziskaner Kloster.
Die Summe von Ruhe, Sonne, traumhaftes Panorama, extrem mildes Klima, wundervolle Flora und die Nähe zur Stadt machen aus Orselina eines des begehrtesten Wohnorte des an sich schönen Ticino.
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